Praxis & Medizin

Mittelmeerdiät hilft bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen | Studie

Olivenöl und Nüsse können die Herzinfarkt- und Schlaganfallhäufigkeit senken

Die traditionelle Mittelmeerdiät zeichnet sich durch eine hohe Aufnahme von Olivenöl, Früchten, Nüssen, Gemüse und Getreide aus; dazu gehört eine moderate Aufnahme von Fisch und Geflügel; eine geringe Aufnahme von Milchprodukten, rotem Fleisch, Wurstwaren und Süßigkeiten; ebenso Wein in Maßen. Eine spanische Arbeitsgruppe hat jetzt eine seit 2003 durchgeführte randomisierte Studie veröffentlicht, in der die Wirksamkeit von zwei mediterranen Ernährungsformen (eine mit Olivenöl „extra vergine“ und eine weitere mit Nüssen) mit einer fettarmen Diät hinsichtlich ihrer Wirkung als primäre Herz-Kreislauf-Prävention verglichen wurde. Die PREDIMED Studie (Prevención con Dieta Mediterránea) untersuchte 7447 Männer (55-80 Jahre) und Frauen (60 bis 80 Jahre) ohne kardiovaskuläre Erkrankungen bei Studienbeginn über einen Zeitraum von 10 Jahren. Eine nicht kalorienbegrenzte Mittelmeer-Diät entweder mit Zugabe von Olivenöl oder Nüssen führte zu einerrelativen Risikoreduktion von ca. 30% für schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Das Risiko eines Schlaganfalls war in beiden Mittelmeerdiätgruppen deutlich reduziert. Dies deckt sich mit epidemiologischen Studien, die eine inverse Assoziation zwischen Mittelmeerdiät oder Olivenölkonsum und dem Auftreten von Schlaganfällen zeigten.

Schlussfolgerung der Autoren: Die Studienergebnisse erklären die in den Mittelmeerländern deutlich niedrigere Todesrate an Herz-Kreislauferkrankungen im Vergleich mit den nordeuropäischen Ländern und den Vereinigten Staaten.

[Estruch R et al, N Engl J Med 2013; 368:1279-1290]