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Praxis & Medizin

Weniger Infarkte nach Grippe-Impfung | Studie

aktuelle Metaanalyse belegt lebensrettenden Nutzen der Impfung

Eine aktuelle Metaanalyse aus Kanada bestätigt, was sich in epidemiologischen Studien bereits abzeichnete: die jährliche Grippe-Impfung senkt das Risiko für schwere Herz-Kreislauf- Ereignisse, und zwar um so mehr, je höher das vorbestehende Infarktrisiko ist.

Sechs randomisierte klinische Studien mit insgesamt 6735 Probanden, in denen die Häufigkeit von Herzinfarkten und ähnlichen Herz-Kreislauf-Ereignissen bei KHK-Patienten mit und ohne Grippe-Impfung verglichen wurden, zeigten, das absolute Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden liegt bei  Geimpften um 1,74% niedriger als bei Nichtgeimpften - man muss also 58 Patienten impfen, um einen Herzinfarkt zu vermeiden.

Der Unterschied war noch deutlicher bei Hochrisikopatienten mit einem erst kurz zurückliegenden Infarkts. Hier waren es 23,1% bei den Nichtgeimpften gegenüber 10,25% bei den Geimpften, die sich innerhalb eines Jahres wegen eines kardiovaskulären Ereignisses behandeln lassen mussten. Hier mußte man also nur 8 Patienten impfen, um einen Herzinfarkt zu verhindern.

Die Autoren um Jacob A. Udell von der Universität Toronto schließen hieraus: Die Grippeimpfung führt zu einem  geringeren Risiko kardiovaskulärer Ereignisse wie z.B. Herzinfarkte bei Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung.

[Udell JA et al., Association Between Influenza Vaccination and Cardiovascular Outcomes in High-Risk Patients. JAMA 2013;310(16):1711-1720]